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Religions-Projekttage 2019

Religions-Projekttage der Grund- und Mittelstufe

„Es ist noch Platz in der Arche“ – Wir sind gemeinsam unterwegs

In der Zeit vom 08. - 10. April fanden erneut die Religions-Projekttage der Grund- und Mittelstufe statt. Das hieß für die Schülerinnen und Schüler sowie das KollegInnen-Team (FörderschulehrerInnen, sozialpädagogische Fachkräfte, THAs) drei Tage fernab des Schulalltags zu verbringen – und zwar in einem gemütlichen und sehr praktischen Gemeindezentrum in Diedenbergen. Dies wurde uns freundlicherweise zum wiederholten Male von der katholischen Kirchengemeinde „Maria Frieden“ zur Verfügung gestellt. Und ehe sich das ruhige Gemeindehaus versah, war „im Boot ganz schön viel los“.

Insgesamt nahmen 16 SchülerInnen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Voraussetzungen teil. In Kleingruppen wurde an den drei Tagen zum Thema „Boot“ – eingebettet in die Geschichte der „Arche Noah“ – gearbeitet, gebastelt, gespielt und natürlich viel gelacht. Darüber hinaus wurde jeden Morgen und zum Abschluss im Plenum viel musiziert, gesungen und gespielt, was an allen Tagen eine besondere und fröhliche Atmosphäre garantierte. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten an einer langen Tafel unterstützten eine gemeinschaftliche Stimmung, die nicht nur die Erwachsenen zu schätzen wussten.

Der erste Tag stand unter dem Motto: „Was ist ein Boot? Wie sieht ein Boot aus? Was gehört zu einem Boot dazu?“ Schnell wurde klar – zu einem Boot gehört ganz schön viel. Z.B. ein Steuerrad, ein Anker und ein Ruder, ein Segel, ein Schiffskörper, eine Kombüse, ein Rettungsring sowie eine Schiffsmannschaft. Nach Klärung der Begriffe konnten alle SchülerInnen eigene kleine Boote aus verschiedensten Materialien bauen. So wurden Schiffe aus Knete, Korken oder Styropor gebaut – selbstverständlich auch mit eigens hergestellten Segeln und Steuerrädern. Diese haben natürlich auch allesamt eine Schiffstaufe erhalten und wurden zu Wasser gelassen.

Am zweiten Tag war „ganz schön viel los“. Es wurde in allen Gruppen fleißig gearbeitet. Nun haben die Kleingruppen Boote in Lebensgröße mit all ihren dazugehörigen Gegenständen gebaut. So, dass alle SchülerInnen ins Boot einstiegen und sich als Teil der Mannschaft fühlten. Wenn jemand „über Board ging“, retteten die anderen ihn mit dem Rettungsring und wenn die Mannschaft hungrig wurde, gab es jemanden, der gekocht hat. Natürlich mussten Steuerfrau und Steuermann immer gut aufpassen, dass das Boot in die richtige Richtung gelenkt wurde. Und wenn ein Sturm aufkam, musste man sowieso besonders gut zusammenhalten, um ans Ziel zu kommen. Es wurde schnell deutlich, dass alle auf dem Boot ganz unterschiedliche Aufgaben und Rollen einnehmen, aber alle zusammengehören und auch nur gemeinschaftlich vorankommen. So wurde ein Erlebnis geschaffen, dass durch den Umgang mit dem Symbol „Boot“ bewusst machte, wie wichtig jeder einzelne ist.

Am dritten und somit letzten Tag fand der Transfer auf die eigene Lebenswirklichkeit statt. Alle Gruppenmitglieder sollten überlegen, wer in ihr persönliches Boot gehört, wer oder was ihnen wichtig ist. Nachdem die SchülerInnen erfahren haben, wie es Noah, seiner Familie und all den unterschiedlichen Tieren in der Geschichte aus der Bibel ergangen ist, waren nun sie an der Reihe anhand von Piktogrammen ihr persönliches Boot mit ihren wichtigsten PersonenundGegenständen zu bestücken. Wer sollte sie auf ihrer Fahrt durch ihr Leben begleiten? Wer oder was war für sie eine Hilfe, wenn sie in Not waren oder alleine nicht mehr weiterkamen? Schön war zu sehen, dass die meisten SchülerInnen ins Nachdenken gerieten und darüber mit ihren MitschülerInnen oder den Erwachsenen ins Gespräch kamen. Und ehe sich das ruhige Gemeindehaus versah, stachen die Bootsmannschaften in See, um in ihren Heimathafen in der Bodelschwingh-Schule zurück zu segeln – jederzeit bereit, um noch jemanden auf ihrem Boot aufzunehmen.

Ein paar Fotos zu den Projekttagen finden Sie in unserer Galerie.